© Edition Hamouda 2012






Edition Hamouda. Leipzig. Kulturdialog aus erster Hand. Liaisons. Magazin für den Kulturdialog.
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Autoren: August Peters, Ernst Keil, Wilhelm Hey, Franjo Terhart, Georg Schuppener, Mahmoud Messadi, Ghalib Halasa, Gisela  Karau, Eugenie Marlitt, Luise Büchner, Ludwig Bechstein, Nabil Khalaf, Mona Ragy Enayat, Gottfried Silbermann, Boubacar Boris Diop, Marion Rother, Manfred Böckl, Mohamed Turki, Elmar Schenkel, Reza Hajatpour, Laura Feuerland, Frank Kreisler, Eckehard Schulz, Christoph Kloft, Caroline Haas, Thomas Grieser.
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Mahmoud Messadi

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Der tunesische Schriftsteller Mahmoud Messadi (*Tazarka, 1911 – †Carthage, 2004) gilt in der arabischen Welt als Begründer einer einzigartigen literarischen Schule und gehört zu den wenigen modernen Autoren des 20. Jahrhunderts, denen es gelungen ist, die orientalisch-arabische Seele samt ihrer Größe und ihren Widersprüchen künstlerisch-entlarvend darzustellen.

Messadi absolvierte das Collège Sadiki in Tunis und studierte an der Sorbonne in Paris arabische Sprache und Literatur. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Tunesiens (1956) war er Bildungsminister (1958 – 1968), dann Kulturminister (1973 – 1976). Auf ihn geht die Modernisierung des tunesischen Bildungssystems und die Gründung der tunesischen Universität zurück. Seine bekanntesten Werke: Der Staudamm; Also sprach Abu Huraira; Die Genese des Vergessens; Die Verankerung des Seins. Von ihm liegen Der Staudamm und die Die Genese des Vergessens in deutscher Übersetzung vor.

 

"Das Experiment Ghailans stellt, meines Erachtens, keineswegs eine nichtige Lebenserfahrung dar, die sich in Absurdes verkehrt. Auch sind seine Anstrengungen nicht die eines Lebenden, dessen Bemühungen bar jeglicher Weisheit und Finalität bleiben. Wozu ich eigentlich Ghailan und Maimuna bringen wollte ist, dass sie dieses besondere Verständnis – das ich als orientalisch-islamisch ansehen möchte – mit ihrem Blut, ihrem Fleisch und ihrer Tragik verkörpern, dieses Verständnis vom Wesen des Menschen, von seinem Rang, seiner Fähigkeit und von seiner Ehre, Mensch zu sein. Die Tragik, die Ghailan mit seinem Leben und seinem Tun darstellt, ist nicht die Tragik Sisyphos’, sondern die des Lebenden, wenn ihn das Leben zum Leben verurteilt."

Mahmoud Messadi